Bardische Chronik

Session I: Das Goblin-Lager

29. Mai 2026 · gespielt und kanonisch

Jede große Legende beginnt mit einem Ruf des Schicksals. Diese begann mit einer Stadtwächterin, die in der falschen Taverne die Tür ruinierte.

Ein Auftrag aus Versehen

Ioana Kest von der Stadtwache stürmte ins Jack Of All Trades. Sie suchte einen illegalen Kartenring, fand jedoch nur eine frisch zusammengewürfelte Heldengruppe und genügend Augenzeug:innen für einen ausgesprochen peinlichen Auftritt. Also tat sie, was verantwortungsvolle Ordnungskräfte in solchen Momenten tun: Sie vergab einen anderen Auftrag.

Ein Goblin-Lager nahe Westgate sollte geräumt werden. Die Aussicht auf Gold, Beute und eine Aufgabe mit überraschend klarer Zielbeschreibung genügte. Die Gruppe zog los.

Die Katze zählt, der Baum fällt

Vor der Höhle schickte Azidoka eine Katze zur Erkundung. Das Tier konnte verlässlich bis fünf zählen – eine Fähigkeit, die manchen Feldherren fehlen soll. So wurden die Goblins im Inneren erkannt, während zwei weitere Wachen vor der Höhle lauerten.

Azidoka rief Ameisen zu Hilfe. Als ein Goblin trotzdem auf seinem erhöhten Posten blieb, entschieden Sir Baldrik und Maiglöckchen, nicht den Goblin, sondern dessen gesamtes Höhenproblem zu beseitigen. Der Baum fiel. Der Goblin ebenfalls. Die Forstverwaltung wurde nicht befragt.

Die Schamanin und der Kristall

Tief in der beschädigten Höhle warteten weitere Goblins und ihre Schamanin. Ein ungewöhnlicher Kristall diente ihr als magischer Fokus und schloss ihre Wunden immer wieder. Stahl, Magie und zunehmende Verzweiflung füllten den Raum.

Sir Baldrik zerschlug den Kristall. Die Regeneration endete, der Fokus zerbarst – und winzige Splitter hafteten unbemerkt an Kleidung und Ausrüstung der Gruppe. Die Schamanin fiel schließlich, die Höhle blieb schwer beschädigt zurück, und die Held:innen kehrten mit Beute und einem echten ersten Sieg nach Westgate zurück.

Was damals niemand wusste: Der Sieg war echt. Aber die Splitter hatten die Höhle gemeinsam mit der Gruppe verlassen.