Bardische Chronik

Session II: Die schwarzen Fäden

12. Juni 2026 · gespielt und kanonisch

Die Gruppe kehrte siegreich heim. Der Sieg kam mit ihr – in Form kleiner schwarzer Splitter, die leider keinen Sinn für Grenzen besaßen.

Gold, Karten und ein misslungener Becher

Im Jack Of All Trades war die Eingangstür wieder repariert. Ioana Kest betrat sie diesmal auffällig vorsichtig, zahlte der Gruppe einhundert Goldstücke und zeigte drei schwarze Karten. Sie trugen keine Werte und keine Farben, sondern einen Baum mit drei Augen und fünf fingerartigen Ästen. Außerdem rochen sie nach modriger Erde – wie die Goblin-Höhle und der Kristall.

Sir Baldrik versuchte derweil, aus dem Kopf der Schamanin einen Schädelbecher herzustellen. Die Taverne überstand diesen Versuch nur moralisch beschädigt. Ein Handwerker sollte die Aufgabe später übernehmen.

Die Taverne bekommt Fäden

Nach Ioanas Weggang regten sich die Kristallsplitter. Schwarze, teerartige Strukturen krochen durch das Jack Of All Trades. Sie wirkten feucht und organisch, fühlten sich jedoch glatt, trocken und hart wie Obsidian an. Shayne brachte Gäste und Personal in Sicherheit.

Azidoka prüfte die Substanz mit Feuer. Bei direktem Kontakt wich sie zurück. Eine Katze wusste wenig, ein grantiges Frettchen dafür umso widerwilliger mehr: Die Fäden reichten bis in den Keller. Das Frettchen wurde anschließend gekrault, ohne dass sich seine Laune nennenswert besserte.

Merro und die Schwarze Hand

Sir Baldrik entdeckte Merro Pfennigzahn in Westgate, folgte ihm überraschend unauffällig und brachte ihn schließlich zurück in die Taverne. Merro war kein großer Anführer, sondern ein verängstigter Laufbursche. Unter Drohungen verteilte er schwarze Karten für je zwei Goldstücke an ausgewählte Häuser.

Er nannte erstmals die Schwarze Hand und verriet ein Treffen in einer alten Sägemühle außerhalb der Stadt. Die Gruppe erhielt vier Karten. Sir Baldrik informierte Ioana, die drei ungewöhnliche Stadtwächter zum Schutz des Jack Of All Trades entsandte.

Ein Plopp in der Sägemühle

Die verlassene Sägemühle war nur Tarnung. Hinter einer verborgenen Schwelle lag ein funktionsfähiger Ort voller Magie. Spinnen berichteten Azidoka von Kartenbesitzern und Teleportation. Im Boden fanden die Held:innen zwei aufeinander zulaufende Spiralen und eine kartengroße Vertiefung.

Sir Baldrik legte eine schwarze Karte hinein, bevor alle Risiken geklärt waren. Azidoka begann noch zu warnen. Dann machte es „Plopp“, die Gruppe verschwand und landete in einem unbekannten Bereich der Schwarzen Hand. Azidoka beendete die Session auf die einzig ehrliche Weise nach einer ungefragten Teleportation: Sie übergab sich.

Hinter der Gruppe lag der Teleporter. Vor ihr lag das geheime Versteck der Schwarzen Hand – und niemand wusste, ob der Rückweg noch offenstand.